Meine Begegnung Teil 2

Die Fahrt mit dem Schweizer Schiff auf dem untersee am Freitag dem 18.8.

Der nächste Tag brachte mir Klarheit. ich wollte unbedingt von Konstanz über den Untersee nach Stein am Rhein fahren. Man hätte natürlich noch weiter bis Schaffhausen fahren können, nur ich war schon des Öfteren an den gigantischen Rheinfällen und schon die Fahrt bis Stein am Rhein dauerte zweieinhalb Stunden. So stand ich am nächsten Morgen wieder am Ticketschalter, um mir einer zu Fahrkarte zu besorgen. Meinen Koffer hatte ich dabei, da ich im Konstanzer Hotel schon aus- gecheckt hatte. Wieder war es ein sehr heißer Tag. Ich hatte vor der Abfahrt noch etwas Zeit und bummelte an den kleinen Hafen Lädchen vorbei. Ein türkisfarbener, ich nenne ihn mal von seiner Form her einen „Südwester“mit breiter Krempe hatte es mir angetan. Praktisch, schick, faltbar und Waschbar. ….Auffällig ja, aber irgendwie auch attraktiv. Dieser Hut sollte sein und so saß ich bald damit auf dem Oberdeck. Neben einem älteren Herrn war noch der ganze Tisch frei, und ich fragte ihn, ob ich mich dazu setzen darf. Ich sah natürlich gleich, dass er am zeichnen war und meinte “ ja, das könnte jetzt auch ich sein… Mit dem zeichnen.“

Wollte er es nicht hören, oder hat er es nicht gehört, auf jeden Fall saß ich zweieinhalb Stunden wortlos neben einem zeichnenden Menschen, mit dem es sicher ein interessantes Gespräch hätte geben können…

Das Schiff fuhr nun praktisch in Zickzacklinien über die Insel Reichenau, alle kleinen Orte an; mal in der Schweiz, dann wieder in Deutschland. Jeden einzelnen dieser Orte kannte ich von den 13 Jahren auf der Höri genau und ich konnte mich an dieser Kulturlandschaft mit den kleinen Häfen wie zum Beispiel Gottlieben, Berlingen, Gaienhofen, Bermatingen, Steckborn und so weiter nicht satt sehen! überall waren wegen der Ferien Kinder in den kleinen Schwimmbädern oder aber auch auf dem See am schwimmen. Standuppaddeln war auch sehr angesagt. Ich war nur heute mit dem bestellen etwas“ geizig“ und trank nur mein Wasser! Ich war auf einem Schweizer Schiff, und da musste man mit Fränklis bezahlen. Jo!!!

In Stein am Rhein suchte ich dann die Haltestelle eines Linienbusses, der mich nach Radolfzell bringen sollte. Den Koffer, den ich die ganze Zeit auf dem Schiff deponiert hatte, hatte ich natürlich mit, da ich die Nacht dort in einem Hotel verbringen wollte.



In Radolfzell war es sehr, sehr heiß. Ich kaufte mir bei einem kleinen Bummel durch die Läden, ein ganz locker sitzendes pinkfarbenes Kleid, genau richtig und luftig bei diesen Temperaturen.. Die Läden sind irgendwie noch die gleichen,wie vor zwölf Jahren. In der Boutique oben an der Straße erkannte ich noch die Besitzerin, als sie ihren Kleiderständer vor den Laden schob .

Aber zuvor musste ich noch am See an der Mole letzter Baum, den „ Sepp“ besuchen!

Sepp ——————————!

Sepp habe ich, wenn ich in Rad0 war immer besucht. Er ist „ Diplom Lebenskünstler“ und setzt am Ufer Steine auf Steine. Er ist also ein SteineFlüsterer und ein Menschen Freund. Aus einem völlig anderen Milieu kommend, begann er Steine auszubalancieren um mehr in seine Mitte zu kommen und veränderte irgendwann sein komplettes Leben.

Reiste im Sommer nach Radolfzell an den See und im Winter nach Lanzarote ans Meer mit seiner ganzen Habe, die in einen Koffer hinein passt.

Ganz schnell kommt er mit den Menschen über seine Steine, Kunst, seine Fotos und seine Bücher, die er inzwischen geschrieben hat, ins Gespräch und ganz schnell erreichen die Gespräche eine große Tiefe.

Natürlich ist er inzwischen weltweit bekannt durch seine Gabe, die Menschen da abzuholen, wo sie gerade sind in ihrer Freude, aber auch in ihrer Traurigkeit, Krankheit oder in ihrem Kummer.

Ja, wenn man vom Sepp weg geht, das geschieht, wie auch bei mir, nach einem unendlich herzlichen, in den Arm genommen werden, geht man leichter von dannen, wie man gekommen ist! Seine Psychologie ist die LIEBE zu den Menschen und hat nichts oberflächliches!… Mir fällt ein Satz dazu ein: Wer bei ihm an seiner Bank an der Mole letzter Baum war, und es sind immer viele Menschen, die mit dem Sepp reden wollen, bekommt ein“WirGefühl“ mit auf den Weg. Sowas wie: alle Menschen werden Brüder!

Aber nun war ich da! Kurz verabschiedete er sich von drei Frauen, die alle bei ihm Bücher gekauft haben, und trocknet sich mit dem Handtuch in Türkis, seinen umfänglichen Körper ab, um vermutlich gleich etwas essen zu gehen… Wir sprachen miteinander, habe tatsächlich vergessen über was. Dann schaute ich mir seine Bücher an, und kaufte drei! Eins davon war seine Biografie natürlich signierte er gleich alle . Dann rückte er damit heraus, dass das nach 26 Jahren sein letzter Sommer an der Mole war und dass heute Morgen deshalb der SWR ein Feature über ihn gedreht hat. Oh wie schade, aber welch ein Glück für mich, dass ich ihn noch einmal gesehen habe. Er wird dann für immer in Lanzarote bleiben und da seine Steine weiter balancieren. Auf Wiedersehen, Sepp! Unser Selfie ist übrigens gut geworden. Sein Kommentar auf badisch:“mir sen die Schenste!“

Am Abend spazierte ich die Altstadt hinunter, auf der Suche nach etwas leckerem zu essen und einem schönen Tisch. Wie viele Leute zur gleichen Zeit auf die gleiche Idee kamen, weiß ich nicht! Nur, dass ich zuerst mal wieder keinen Tisch fand und längere Zeit die „Hotspots“ absuchte. Alles besetzt!!!

Dann zog es mich doch hin zu einem kleinen Tisch der draußen am Gehweg stand und die Speisekarte sich vielversprechend anhörte!

Ich hatte viel Glück, denn ich bin bei einer super Köchin gelandet , wie es sich gleich herausstellte. Der gut gekühlte Weißwein köstlich, die „Wan tans“ mit Blattspinat und Zitronengras, Gewürzen, ein Traum! Und dann dieses riesengroße Stück Erdbeer Tiramisu serviert auf einem großen, viereckigen Teller! Ich habe alles aufgegessen! Es war spitze! Aber danach bat ich um ein Obstler !

Heim zum Hotel ging ich in der Dunkelheit durch eine komplett von AutoVerkehr freigehaltene Altstadt.

Der Ventilator über meinem Hotelbett sauste, aber die Luft stand trotzdem, und draußen waren bis nach 1:00 Uhr lockere musikmachende Menschen unterwegs, die auch noch meinen Schlaf verhinderten.

Am Samstag rollte ich meinen Koffer zum Bahnhof. Als ich an der Haltestelle saß, kam ein Bahnbediensteter.“ Ich sehe, sie haben einen Koffer, wo wollen Sie hin?““ nach Karlsruhe.“

„Dann kommen Sie mal mit. In Singen ist eine Gleisreperatur. Ich sage Ihnen jetzt, wo sie umsteigen und mit dem Bus weiter fahren müssen.“ Tiefer Seufzer !!

„ Sie fahren jetzt mit dem nächsten Zug nach Singen und in Singen gehen sie rüber zu Maggi und da steht ein Bus, der sie nach Immenstadt bringen wird.“

„Interessant“ dachte ich. „Und wo weiß ich, wo Maggie ist? Das muss man wohl hier kennen!“

Natürlich waren in Singen nirgends Bahnbedienstete mit roten Jacken unterwegs, wie er mir sagte. In einer Buchhandlung bekam ich Auskunft. Und was war? Ellenlange Treppe nach unten und auf der anderen Seite ebenfalls ellenlange Treppe wieder nach oben und kein Aufzug!

Aha, da war also die Firma Maggi!

Das können natürlich nur Insider wissen!

In Immenstadt stand ein Zug, der mich dann nach Karlsruhe brachte. Und in Karlsruhe schleppte ich dann mein Gepäck weiter zu dem Zug nach Waghäusel und da stand gottlob auch schon mein Schwager Helmut und holte mich mit dem Auto ab und wir fuhren nach Oberhausen, wo Petra schon auf uns wartete. Gott sei Dank, noch mal alles gut gegangen aber anstrengend war’s irgendwie schon mit all den Verspätungen!

Nun war ich also im Hause meiner Schwester und der nächste Tag war der Sonntag und heute, so hieß es, wollten mich Petra und Helmut nach Rheinhausen in die „ alte Post“zum Essen einladen.

Mein Schwager rückte mit der Idee heraus, dass Petra und ich eigentlich nach Rheinhausen“ spazieren“ könnten. Motto:“Claudia muss mal raus, laufen und Kondition antrainieren!“

„Nach Rheinhausen bei dieser Hitze!! Oh, bitte nicht!!“ Helmut:“ Ich komme mit dem Auto nach. Ihr beide könnt ja schon mal vorgehen.“

Mein Lampenfieber fiel mir ein und dass ich starke Sonne auf dem Kopf überhaupt nicht vertrage .“Setz einen Hut auf“, so meine Schwester „und zieh bitte deine Turnschuhe an..“

So ausgerüstet, spazierten wir erst mal durchs Dorf . SchattenWege suchend! Na, da kommt ja schon der Friedhof. Jetzt haben wir das Dorf Ende erreicht. Vor uns wartete ein langer Fahrradweg, sonnendurchflutet!.“Ganz da vorne ist eine Bank,“so meine Schwester.

„Die brauche ich auch, denn ich glaube, ich habe schon eine Wasserblase“, brummte ich. Natürlich! Klar! Heftpflaster her(hatte meine Schwester natürlich vorsorglich eingepackt) Schuhwechsel hin zu offenen Schuhen. Weiter ging’s.

Ach da kommt ja bald der Rheinhäuser Friedhof! Aber wir müssen doch noch durch das ganze Dorf bis runter zum Rhein! Und Gregor und Ameli warten auch schon in der Dorfstraße auf uns!“Wieso seid ihr überhaupt gelaufen bei dieser Hitze?“ fragte Gregor.“ Weil Dein Vater mich gesund trainieren will Gregor!“ Und das bei der Hitze!!“

Gregor und Amelie sind ein Paar. Sie ist meine Steuerberaterin und er hat direkt am Rhein ein großes Fitness Haus, dass er mir jetzt zeigen wollte.“ Gregor, ich glaube das nicht! Du hast es mit so viel Eigenleistung so toll hinbekommen!Das ist ja ein Traum auf zwei Stockwerken mit so vielen“ Folterwerkzeugen“ wie ich sie lange nicht mehr sah. Bravo, Gregor, super gemacht und eine enorme Leistung“!

Mein Cordon bleu war riesig der Humpen Bier ebenfalls, aber so schnell habe ich ein Bier noch nie getrunken. Die viele Sonne verbrauchte sehr viel Flüssigkeit.!!!

Nachsatz zu unserem Ausflug!

Petra schreibt mir, und sie hat recht: der Schuhwechsel an der Bank war nach dem Rheinhäuser Friedhof!! Und in der „alten Post“ meinte Petra plötzlich in einer kleinen Gruppe, meine alte Schulfreundin Marianne entdeckt zu haben. Ich folgte den Senioren und tatsächlich. Marianne sagte sofort:“ Claudia, bist du das??“

War das nicht ein toller Zufall? Wir sprachen kurz miteinander, aber dann ging die Gruppe wieder weiter und wir sagten uns ade.

Nach dem Essen war noch ein kleiner Verdauungsspaziergang an den nahenRhein geplant und da überkamen mich plötzlich ganz viele alte Erinnerungen als ich auf

der Bank saß und der Rhein so ruhig an mir vorbei floss. Wie gut, dass Gregor dem melancholischen Erinnern ein Ende setzte und uns mit seinem chicen offenen BMW Cabrio nach Oberhausen zurück fuhr.

Oberhausen, Montag.

Oberhausen ist ein Storchendorf und das Haus meiner Schwester grenzt mit dem Garten an große Weiden Flächen. Inmitten der Felder liegt der so genannte“ Vogelpark“ und von da aus führen Wege zum Altrhein. Früher konnte man von da aus die beiden (inzwischen gesprengten) Kühltürme des AKWs Philippsburg gut sehen.

Es war wieder sehr heiß und wir zwei gingen morgens gegen zehn am Vogelpark vorbei; vorbei am „ersten Graben“, wo Petra mir einen rosaroten Strauch zeigte.“ Fass mal an,“ meinte sie,“ es knallt, wenn du es anfasst…..“

Und so war es auch. Die winzig kleine runde Frucht platzte bei Berührung auf, ja, und im Mund ist sie auch noch weiter gesprungen!! Petra erklärte mir, dass das japanisches Springkraut sei, dass man an Feuchtgebieten finden kann. Interessant und essbar!

Ich wollte mit Petra die alten Wege beschreiten, die ich von früher kannte. Wir gingen immer diese Wege, wenn es etwas zu besprechen gab. So hatte Günther mir damals von seinem Angebot erzählt, bei Siemens in Köln arbeiten zu können… Ich erinnere mich auch an einige weitere wichtige Gespräche bei diesen Spaziergängen.

Nach einiger Zeit waren wir am Altrhein angekommen. Den Damm hoch, aber was war das für ein niedriges Brackwasser! Sommerzeit und viel zu wenig Regen. Nun ja, es roch nicht gut!!

Schnell wieder runter und weiter zum heiligen Wendelinus ,

einem kleinen Denkmal, das Privatleute zu Ehren von Wende Linus ihm gesetzt haben. „Puh – die Bank steht heute gerade falsch herum! Nämlich mitten in der inzwischen heißen Mittagssonne!“ „Nein danke“,

Meinte ich zu Petra , nachdem ich sah, dass der Betonweg inzwischen auch“ Lichtdurchflutet“ war. „Heute gehen wir nicht mehr zum Franziskus,“ einem weiteren Heiligendenkmal auf dem Weg.

Weiter ging’s an Pferdekoppeln vorbei , dem Reiterverein mit seinem Pferdeplatz und dem Seniorenwohnheim und zurück nach Hause.

Die Tage von Samstag bis Mittwoch gingen so schnell vorbei. Es gibt im Hause Brand immer interessantes zu sehen: Petra zeigte mir ihre vielen wunderbaren Handarbeiten. Es haben ihr ganz besonders komplizierte Muster angetan, die in allen Variationen auf Schals, Stolas und Pullovern zu sehen waren. Kein noch so schwieriges Muster ist ihr zu schwer! Beneidenswert und natürlich hat das auch seinen Preis! Voller Wertschätzung verkauft sie ihre Sachen auf guten Handwerkermärkten. Von ihren Näh arbeiten (zum Beispiel Hühner) wollen wir gar nicht reden! Im ganzen Haus ist ihre Handschrift zu sehen .Natürlich gibt es da auch ein Spinnrad, mit dem sie u.a. Auch die berühmten Katzenhaare versponnen hat. Vieles ist im Haus von ihr dekoriert und es zeigt von einem außergewöhnlich guten Farbgefühl. Das sind Schätze eben.!!!

Helmut hat auch mehrere Hobbys, die er mit Begeisterung pflegt. Angefangen mit dem sammeln wertvolle Kräuter, die er in Fauna und Flora sucht, bis hin zum ansetzen der Ingredienzien in Flaschen. Man fragt sich, was er da macht? In stundenlanger Arbeit in Büchern und sonstigen Recherchen stellt er verschiedenste Gesundheits -Mittelchen her, meistens für die Körperpflege Bei verschiedensten Erkrankungen wie Rheuma, Arthrose etc. Es versteht sich, dass die Flaschen von ihm betreut und auch an die richtigen Plätze gebracht werden müssen.

Durch seine Arbeiten in der Baumpflege hat er verschiedene großartigste Hölzer gesammelt. Viele warten darauf noch bearbeitet zu werden, aber das Haus beherbergt auch schon jede Menge von ihm liebevoll hergestelltee

Werke.

Sein Kochbuch Studium für den zum Beispiel besten Braten, wollen wir gar nicht erwähnen. Petra hat diese Tätigkeit sehr gerne an ihren Mann abgetreten und darf das Fleisch nur noch genießen. Arbeitsteilung!

Ja und einen lieben Hund gibt es auch im Haus Brand. Er wird vom Herrchen gerne mit dem Fahrrad - an der Leine spazieren gefahren oder in Sonderfällen, wie vor kurzem, auch von Frauchen, dann aber nicht fahrradfahrend!

Erwähnt werden sollte auch noch, dass Helmut ein absoluter „Hundeflüsterer“ ist und gerne mal Hunde in Pfege nimmt, sie so gut betreut und nach deren Gesundheit schaut, dass „Frauchen“ mit vielen wertvollen Gesundheitstips versehen ,wieder nach Hause gehen können!

Da Helmut sehr nachhaltig lebt, kann man sich denken, dass er sich recht ungern von „Sachen“trennt….

Busfahrt nach Speyer. Die musste unbedingt sein, denn es ist Tradition in unserem Hause circa einmal im Monat nach Speyer zu fahren. Früher kam meine Mutter immer mit vielen frischen Brezeln nach Hause und wir freuten uns auf dieses Mitbringsel. Aber nun war heute Shopping der anderen Art angesagt:“ wollen wir doch mal schauen, was da Speyer zu bieten hat“ Petra kaufte Pink ein, und ich erstand eine weiße, folkloristische Tunika. Helmut meinte später das ich ein Puppenkleid gekauft hätte…….😂

Aber nun brauchten wir einen Sitzplatz und ein Kaltgetränk! .

Frage? Welches Café liegt im Schatten?“ ja,, hier in der Nähe vom Altpörtel hinter schönen Oleandersträuchen“, das sollte es sein.

Da es mal wieder ein heißer Tag war, hatte ich heute meinen türkisfarbenen Bodensee Hut auf und mein weites, pinkfarbenes Leinenkleid an. Etwas auffällig!?

Ich gab Petra mein Handy:“mach doch mal bitte ein Foto von mir“, bat ich sie. Mit meiner bunten Sommer BastTasche und dem Eiskaffee in der Hand müsste das ein schönes farbenfrohes Foto geben. Eins? Oh nein, viele Fotos später und viel Gelächter an den Nachbar Tischen, war das Shooting beendet und die Bilder“ im „ Kasten“.

Später, dann saßen wir noch mal im schattigen Domhof und hatten einen großen Bier Durst!

Direkt am Brunnen konnten wir uns entspannen und genießen.“ Ich habe ein wenig Hunger, wollen wir uns ein Ochsenbäckle teilen? So eine tolle, fast schwarz braune Soße habe ich ja noch nie gesehen! „Die Sauce wurde aus Dornfelder Wein gekocht und war ein absoluter Hochgenuss! Badisches essen eben!

Zurück ging es wieder mit dem Bus nach Altlussheim, und da holte uns mitten im Dorf Helmut ab.“schee war’s“! Brezel haben wir allerdings in Speyer keine gekauft……

Noch lange an diesem warmen Abend saßen wir draußen auf der Terrasse.

Der nächste Nachmittag sollte Gabriele gewidmet sein. Ich wollte sie unbedingt besuchen. (Es war der 21. August.)

Und Gabriele ist eine langjährige Freundin und auch eine Verwandte. Ihr Mann Helmut ist vor einigen Wochen verstorben und wir wollten über diesen traurigen Verlust sprechen. Gabriele, die auch Organistin in der Kirche ist, stand noch ganz unter diesem Ereignis! Aber Gabriele, wäre nicht Gabriele, wenn wir nicht über unsere beiden künstlerischen Engagements sprechen wollten. Im Wohnzimmer fand ich dann an einer Bilder Wand auch gleich zwei meiner Bilder Die mir natürlich sofort auffielen.“ Gabriele, ich wusste nicht, dass du von mir Bilder hast. Freue mich sie wieder zu sehen.

Aber dann, wenn man sich in Haus und Garten umschaut, war sofort ihre Handschrift unverkennbar. Ich nenne es jetzt mal Glas./Keramik, Kunst. D.h., sie fügt Scherben zu einem ganz neuen Ensemble zusammen. Diesen Bruchstücken wird durch ihre Idee neues Leben eingetaucht. Und sie zieren Wände, Böden, Türen und sogar im Hühnerstall ist die Kunst vertreten.

Dadurch entsteht eine ganz besondere heitere Stimmung, und es macht sehr viel Spaß, das alles zu entdecken. an einer Wand sind zum Beispiel die Namen ihrer Enkelkinder und der Tag der Geburt in Scherben Keramik wunderbar verewigt.

Danke liebe Gabriele, ich habe die Zeit mit dir sehr genossen.

Viele schöne Dinge passieren, wenn man nicht dran denkt. So auch dieser Anruf von Christian. „Mama ich hole Dich mit dem Auto morgen nach Wiesbaden ab“.

Wunderbar, dann müssen wir uns jetzt um keine Tickets und um keine Zugpläne kümmern….. und können den Abend noch ganz entspannt ausklingen lassen.

CHristian kam gerade recht am nächsten Tag zum Mittagessen!

„Tschüs Petra und Helmut, es war schön bei Euch! Und vielen Dank für das gemütliche Bett und wie immer Euer leckeres Essen.“

Wir fuhren entspannt nach Wiesbaden.:“ jetzt kommen wir gerade recht, um Mila vom Kindergarten abzuholen. Die wird Augen machen“, sagte Christian.

Und da fuhren wir auch schon am Kindergarten vor. Nun, bin ich natürlich andere Kindergärten gewohnt. Dieser hier war in einer wunderschönen alten Villa. Mila freute sich sehr, als sie ihre Oma sah, nahm sie an der Hand und führte sie zum Auto.

◦ Zuhause hatte sie natürlich gleich viele Ideen, was sie Oma alles zeigen musste: ihre Spielsachen, ihren Schrank voller hübscher Kleider, den Garten…… Luana kam dann auch gleich aus ihrer Arbeit bei der ESA in Darmstadt zurück. Schön, alle da! „Nun wollen wir was Leckeres essen“.

◦ Claudia wurde jetzt mit viel Liebe im ganz neuen Appartement ein Bett gerichtet. „Morgen kommt ein Fernseher“, meinte Christian.

◦ So habe ich das neue Appartement im Neuen Haus eingeweiht. Leider kam ich mit dem verflixten Netflix nicht klar und schaltete deswegen schon früh den Fernseher aus und schlief.

◦ Am Morgen waren alle sehr früh wach und kurz vor acht, saß ich mit Christian und Mila wieder im Auto auf dem Weg zum Kindergarten. Oh weh! Oh Mila hatte heute keine Lust im Kindergarten zu bleiben. Sie hätte natürlich lieber mit ihrer Oma gespielt, aber auch dieses kleine Drama ging vorüber.

◦ Christian hat es sich ausgedacht, mit mir in einem sehr hübschen Café zu frühstücken.

◦ Gute Idee!!!! Anschließend war noch etwas Büroarbeit angesagt. Wo ich ihm etwas

◦ Gesellschaft leistete.

Die Familientage gingen sehr schnell vorbei. Es gab für Christian und Luana viel zu tun, denn neben ihrer normalen Berufstätigkeit, hatten sie täglich Handwerker zu betreuen und zu beraten. Beim letzten Kindergartenabholen ergab sich spontan mit ein paar Eltern die Idee mit den Kindern am Kurhaus Eis essen zu gehen!

Die Kleinen haben den Weg dorthin und ihr leckeres Eis sehr genossen und spielten in der Wandelhalle“ fangen und verstecken. Eisverkleckert! Im vornehmen Kurhaus!

Ich war auch sehr gerne dort, denn in einem der wunderschönen Säle haben Luana und Christian vor 5 Jahren standesamtlich geheiratet.

Und so kamen die Erinnerungen daran wieder.

Es war ja wieder ein sehr schöner lauer Abend (was habe ich doch

für ein Glück mit dem Wetter! )und so ging unser Spaziergang noch weiter. ……

„Im Kurgarten ist ein schönes Biergarten Restaurant, wo Kinder spielen können“! Tatsächlich! Die Eltern chillten auf gemütlichen Loungemöbeln und die Kids hatten viel Spaß mit den Spielgeräten sowie dem seifenblasenautomat. Christian musste natürlich mit den Kids gleich mitspielen….

Der Flammkuchen schmeckte und das Bier auch. Eine schöne Gelegenheit, den Tag ausklingen zu lassen. Schade, sowas würde mir in Köln auch sehr gut tun!

Einkaufen in Wiesbaden ist sehr entspannend und ich hatte Gelegenheit dies auch zu tun, in einem Laden, den Mila schon kannte und mit mir besuchte, als ich in der Reha war. Ich wusste, es gibt tolle Wolle und ich wusste, dass im 2. Stock Du Farben für viele Techniken kaufen kannst. Für Kreative ein Paradies! Was sich natürlich auch an meinem Geldbeutel bemerkbar machte🙈.

Luana und Christian und natürlich Mila genießen ihr neues Haus sehr. Natürlich gibt es noch sehr viel zu tun. Aber die beiden haben ein Händchen dafür diese Probleme anzugehen und zu lösen. Bravo!!!!

Nun war aber mein Urlaub leider zu Ende und schon standen wir zum Abschied am Wiesbadener Bahnhof. Christian besorgte mir noch schnell eine Flasche Wasser und da kam auch schon mein Zug. Oh jeh, nun war aber Mila am weinen……

Auf Wiedersehen ihr Lieben. Das nächste Mal kommt ihr uns in Köln besuchen. Aber zuerst habt ihr einen Monat Ferien auf Naxos.

Ich fuhr mit dem Zug nach Troisdorfs,stieg dann um und …… der Zug war voller fc anhänger in ihren Outfits unschwer zu erkennen. Je näher wir Köln kamen, um so aufgeregter und lauter wurden sie……

Ich bin in Lövenich ausgestiegen und gemütlich zu Fuß nach Hause gelaufen. ( ich hatte nicht mehr Soo schweres Gepäck. Christian meinte, ich soll doch ein paar Klamotten bei ihnen zurücklassen, er schickt es mir hinterher…….

Das war sie, die Reise an den Bodensee.

Sie führte von Köln nach Wiesbaden. Von wiesbaden nach Bretten. Von Bretten nach Pforzheim und zurück nach Bretten mit Stopp in Bad Wildbad.

Von Bretten nach Radolfzell, dann Konstanz und zurück nach Radolfzell/Bodensee. Von dort nach.Oberhausen/Rheinhausen und von da aus nach Wiesbaden und wieder zurück nach Köln.

Getroffen habe ich mich mit:

Liane und Hans Georg Bretten

Marbod und Jessika Bretten, Irmgard Bretten/Neibsheim

Helge und Annette Bretten /Neibsheim

Achim, Bretten, Neibsheim

Agnes, Bretten, Neibsheim,

Gabriele und Klaus Bretten /Gondelsheim

Gerlinde, Bretten/Neibsheim,

Sepp Bögle Radolfzell /Bodensee Manfred und Doris Pforzheim

Beatrice Eickhoff, Balis heim Höri

Albert und Ernestine Burkart Horn

Petra und Helmut Oberhausen, gabriele Amann, Oberhausen,

Marianne ehemals Weckner,

Gregor und Amelie Rheinhausen, Luana, Christian, Mila Wiesbaden,

Mein Dank beim mithelfen und mitfiebern geht an Andreas, Oliver, Sharia, Margit ,Walid , dem Pflegedienst und ganz besonders an Günthers liebevolle „PflegeEltern“ Jamila und Marc, die sich ganz schnell bei uns eingewöhnt haben. Marc hat mit seinen Gerichten Günther verwöhnt und Jamila mit ihrer lustigen Art . Großes Kompliment und ein herzliches Dankeschön Euch beiden. Ihr ward großartig!

Claudia

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Meine Begegnungen Teil 1